Wussten Sie, dass ..?

Zecken übertragen auf den Hund eine Vielzahl von Krankheiten wie z.B. die Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose oder die FSME (Frühsommer-Mengingoenzephalitis).

Weltweit gibt es ca. 870 verschiedene Zeckenarten – kleine blutsaugende Parasiten, die nahe verwandt mit den Milben und Spinnen sind.

Zecken kommen gewöhnlich in waldigen und dicht bewachsenen Gebieten, also im Gras, im Gebüsch oder Unterholz vor. Beliebt sind Areale mit häufigem Wildwechsel und potentiellen Wirten. Die einzige Ausnahme ist die Braune Hundezecke, die sich auch in Wohnräumen oder Zwingern vermehrt.

Zecken können auch in den Wintermonaten aktiv sein, insbesondere wenn die Temperaturen über 7°C ansteigen.

Weibliche Zecken legen ihre Eier an lichtgeschützten dunklen Stellen am Boden ab. Das kompakte Eigelege mit bis zu 4.000 Eiern wird, abhängig von der Zeckenart, innerhalb von 6-20 Tagen abgelegt. Nach Eiablage stirbt die Zecke.

Aus den Eiern schlüpft die Zeckenlarve nach 16-30 Tagen.

Männliche Zecken saugen nur wenig Blut und bleiben zur Begattung der Weibchen länger auf dem Wirt als die weibliche Zecke. Eine Ausnahme ist der männliche Holzbock (Ixodes ricinus), der generell kein Blut saugt.

Die meisten Zecken sind dreiwirtige Zecken, dies bedeutet, dass jedes Stadium – Larve, Nymphe und erwachsene Zecke – sich seinen eigenen Wirt sucht und Blut saugt.

Auf Wirtssuche bewegen sich die Zecken nur wenige Meter weit und klettern auf Grashalme und die Vegetation entlang von Wegen oder Pfaden, die die Wirte nutzen.

Die Entwicklung vom Ei zur erwachsenen (adulten) Zecke ist je nach Zeckenart unterschiedlich. So entwickelt sich die Braune Hundezecke bei guten Umweltbedingungen rapide schnell innerhalb von 2 Monaten, während der Zyklus beim Holzbock (Ixodes ricinus) 2 bis 4 Jahre dauert.

Die meisten Zecken können ohne Weiteres ein Jahr lang ohne Nahrungsaufnahme überleben.

Eine einzige weibliche Zecke kann mindestens 0,6 ml Blut aufnehmen.

Erste Krankheitssymptome treten, abhängig von der übertragenen Erkrankung, in der Regel erst 1 bis 4 Wochen nach einem Zeckenstich auf.
 
Die meisten Krankheitserreger werden etwa 24-48 Stunden nach Beginn des Blutsaugens auf den Hund übertragen. Das frühe manuelle Entfernen der Zecken hilft eine Krankheitsübertragung zu verhindern. Die winzig kleinen Zeckenlarven und Nymphen, die ebenso Krankheitserreger übertragen können, werden in der Regel jedoch übersehen.

Der beste Schutz ist eine frühzeitige Zeckenprophylaxe mit geeigneten Präparaten, um bereits zu Beginn der Zeckensaison gewappnet zu sein.