Zeckenzeit

Zecken sind ab einer Temperatur von 7°C aktiv. Das bedeutet für Deutschland, Zeckenzeit ist etwa von März bis Oktober/November vor, kann jedoch bei milden Wintern auch ganzjährig sein. Im Hochsommer, wenn es sehr heiß und trocken ist, suchen sich die Zecken feuchte, schattige Plätze, um sich vor dem Austrocknen zu schützen. Kühlt es wieder ab, legen sie sich erneut auf die Lauer. In südeuropäischen Ländern ist mit Zecken nahezu das ganze Jahr von Januar bis November zu rechnen. In nordeuropäischen Ländern ist die Zeckenzeit überwiegend von Juni bis September.

Optimale Lebens- und Entwicklungsbedingungen finden sie bei Temperaturen zwischen 17 bis 20°C Umgebungstemperatur und 80 bis 95% Luftfeuchtigkeit.

Neueste Studien zeigen, dass mit Krankheitserregern infizierte Zecken besonders gefährlich sind, da sie über einen deutlich längeren Jahreszeitraum aktiv sind als bisher angenommen. Sie überleben sogar extreme Kälte und Hitze besser als Zecken, die nicht infiziert sind. Sowohl in sehr kalten als auch in sehr warmen und trockenen Monaten kann der Anteil gefährlicher Zecken daher höher sein als erwartet. Die unabhängige Expertenorganisation ESCCAP empfiehlt daher in Regionen, in denen mit Erregern infizierte Zecken vorkommen, Hunde und Katzen mit freiem Auslauf ganzjährig mit einem Zeckenschutz zu behandeln.