Erregerübertragung

Fiebermücken

Nicht jede Stechmückenart kann jeden Erreger übertragen. Nur Erreger, die die Mücken selbst infizieren, sind auch als Überträger geeignet. Die Erregerübertragung erfolgt beim Blutsaugen, wozu ausschließlich die weiblichen Stechmücken in der Lage sind. Sie benötigen Blut bzw. das darin enthaltene Eiweiß für die Produktion ihrer Eier. Männchen ernähren sie sich jedoch von Nektar und anderen süßen Pflanzensäften.

Die Stechmückenweibchen werden vor allem durch ausgeatmetes Kohlenstoffdioxid und Körperdüfte ihrer Blutwirte angelockt. Die Stechmücken folgen dabei der Duftfahne ihres Wirtes bis schließlich zur Quelle. Im Nahbereich spielen zusätzlich visuelle Hinweise und die Körperwärme eine Rolle bei der Auffindung des Blutwirtes. Nachdem sie einen passenden Wirt gefunden haben, nehmen die Weibchen die Blutmahlzeit, die sie zur Eiproduktion benötigen, mit Hilfe ihres Stechrüssels auf. In seinem Inneren befinden sich zwei Kanäle, einer zum Blutsaugen und einer zum Injizieren von Speichel, damit das Blut während des Saugaktes nicht gerinnt. Über den Speichel werden die Krankheitserreger (Viren, Bakterien, ein- oder mehrzellige Parasiten) innerhalb kürzester Zeit übertragen. Diese hat die Mücke bei einem vorangegangenen Saugakt aufgenommen. Die Zeitspanne zwischen der Aufnahme eines Krankheitserregers und der Möglichkeit, ihn an andere Wirte weiter zu geben, wird "extrinsische Inkubationszeit" genannt. Je nach Temperatur dauert sie 10-14 Tage. Davor ist eine Infektion anderer Wirte nicht möglich.

Für Hunde sind Stechmücken als Überträger der Leishmaniose und der Dirofilariose (Herzwurmerkrankung) von großer Bedeutung.